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Rudelsburg

 

Baugeschichte
Im Jahr 1171 wird die Rudelsburg erstmals genannt mit „Hugo v. Rutheleibisberg“ – vermutlich ist sie jedoch älter.
Die Rudelsburg ist eine rechteckige Burg mit Frontturm und Schildmauer. Sie unterscheidet sich schon auf den ersten Blick sehr von ihrer Nachbarin Burg Saaleck. Beide sind jedoch axial gegliedert. Parallelen lassen sich auch zu den nahegelegenen Schönburg finden. Sie liegt ca. 80 m hoch auf Kalksteinklippen. Man hat von dort einen wunderbaren Blick über die Saale-Schleife.
In der Romantik wurde die Rudelsburg entdeckt. 1826 schrieb Franz Kugler das berühmte Lied „An der Saale hellem Strande“.
1827 wurde die Ruine für Besucher geöffnet. Ostern 1827 richtete der bei den Studenten bald legendäre Samiel Gottlieb Wagner eine Schenke ein, die er fast 50 Jahre betrieb. Die Ritterburg wurde beliebtes Ziel für Corpsstudenten. In dem noch vorhandenen Rittersaal der Rudelsburg sind 14 großformatige Ölgemälde der Nibelungen Sage zu sehen. Sie wurden 1916 bis 1917 von dem Breslauer Maler Max Friese erschaffen und gehörten bis zur Enteignung der Familie von Schönberg. Die Familie von Schönberg hat heute einen Anspruch auf Rückübertragung der Bilder, stellte sie jedoch in der Rudelsburg der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Rudelsburg wird heute wieder als Restaurant von ihrem Pächter Klaus Pokrant betrieben. Dieser hat auch als Eigentümer auf dem Gelände des Rittergutes Kreipitzsch wieder Gebäude errichtet und betreibt dort ein Hotel.

 

Besitzgeschichte der Burg
Nachgewiesen ist die Burg als angestammter Besitz der Wettinischen Markgrafen von Meißen. Allerdings werden auch für die Rudelsburg bald eine ganze Reihe von Ministerialen erwähnt.
Von 1438 bis 1580 war die Familie v. Bünau Eigentümer der Burg und später auch des Rittergutes Kreipitzsch.
1581 verkauften Rudolf und Günter von Bünau die Burg an Hans Georg von Osterhausen.
Ab 1585 verödet die Rudelsburg und verfällt mehr und mehr zur Ruine.
Im 30-jährigen Krieg wurde die Rudelsburg zerstört.
1671 verkaufen von Osterhausens den Besitz an die von Creutz . 1747 heiratet Sophie Amalia v. Creutz den Besitzer des Hauses Oberreinsberg, Christian Ferdinand v. Schönberg, der allerdings erst 1797 Kreipitzsch und die Rudelsburg erwarb , nachdem vorher noch im Jahre 1774 Graf von Zech, Geheimrat und Stift-Merseburger Kammerdirektor Eigentümer wurde. Ihm folgt ab ca. 1776 Graf v. Brühl, der Stift-Merseburgischer Kammerat war.
Die Familie v. Schönberg errichtet aus der Burg ein Fideikommiß. Es folgen als Besitzer im Jahr 1827 Kammerherr Friedrich Christian Franz v. Schönberg

Ihm folgte sein Sohn Haubold v. Schönberg, dann dessen Sohn Erich v. Schönberg .
Nach Erich erbte sein Sohn Horst Bernhard Karl 1914, fiel jedoch 1916 als Offizier in Baranowitschi .Der Besitz ging nach seinem Tod auf Erichs Bruder Kurt Karl Franz über. Als dieser kinderlos verstarb erbte Kurt´s Frau , Alice Brandstetter , testamentarisch Kreipitzsch und die Rudelsburg. Sie übertrug jedoch 1942 den Besitz auf Kurt´s Neffen , Wolf Otto Caspar Ferdinand v. Schönberg , der zusammen mit Alice und seiner Frau 1945 das Kriegsende auf Kreipitzsch erlebte . Die Ansprüche auf Kreipitzsch und die Rudelsburg erbten dann Wolf Dietrich Xaver v. Schönberg.

 

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