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Rudolf Wilhelm von Schönberg-Pötting

(1792-1851)

 

Er wurde am 27. April 1792 als zweiter Sohn des Rudolph Christoph von Schönberg, Kf. Sächs. Leutnant und Herr auf Tanneberg und seiner Frau, Friederika Henriette von Pflugk, geboren. Als nachgeborener Sohn kam er als Erbe des väterlichen Ritterguts Tanneberg nicht in Frage. Deshalb begann er eine militärische Karriere. Am 28.12.1804 wurde er mit 12 Jahren in das adlige Kadettencorps zu Dresden aufgenommen.1806 wurde er Sousleutnant im Kürassierregiment Kurfürst und am 19.Feb.1812 Premierleutnant.


Kaiser Napoleon hat ihn nach der Schlacht von Dresden (26./27.August 1813) wegen seiner Verdienste bei der erfolgreichen Verteidigung der Stadt mit Dekret vom 5. Sept. 1813 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Am 22.Sept.1813 erfolgte die Beförderung zum Adjutanten, am 9.Okt.1822 wurde er Rittmeister. Als Ergebnis des Wiener Kongresses musste Sachsen 1815 über die Hälfte seines Staatsgebietes an Preussen abtreten. Damit ging auch das bei Torgau gelegene sächsische Hofgestüt Graditz verloren. Deshalb stellte 1828 der Sächsische König Anton die Jagdstallungen des sächsischen Hofes in Moritzburg zur Einrichtung einer „Landesbeschäleranstalt“ zur Verfügung.

 

Aus elf Bewerbern wurde am 12.März 1828 Rudolf Wilhelm, der als einer der besten Pferdeleute des Landes galt, zum ersten sächsischen Landstallmeister in Moritzburg berufen. Das Anfangsjahresgehalt betrug 1.400 Taler bei freier Wohnung, freier Fourage für 3 Dienstpferde und Reisekosten von 3Talern pro Tag. Am 24.März 1828 erfolgte die Beförderung zum Major.


Unter seiner Leitung wurde der gesamte Komplex nach den neuesten Erkenntnissen umgestaltet.1837 ließ er ein „Reithaus“ erstellen, welches wegen seiner neuartigen Konstruktion für die damalige Zeit wegweisend war. Diese historische Reithalle ist bis zum heutigen Tag in Betrieb.

 

Auf sein Ansuchen hin erhielt er nach 18 jährigen erfolgreichen Wirkens am 16.September 1846 die Pensionierung, um sich der Bewirtschaftung des ihm von der Familie des Generals von Leyser vererbten Hammerguts Haselberg zu widmen. Rudolf Wilhelm von Schönberg vermählte sich am 26.Aug. 1821 mit Maria Josepha Henriette Caroline von Carlowitz. Deren Eltern waren Carl Adolph von Carlowitz und die Reichsgräfin Maria Josepha Christina Elisabeth von Pötting und Persing. Als abzusehen war, dass dieser Zweig der Familie im Mannesstamm aussterben würde und damit auch der Name des Geschlechts, hat deren Schwester Caroline Charlotte Cunigunde Antonie, die mit dem Kgl.Sächs.General August Wilhelm Friedrich von Leyser verheiratet war, Rudolf Wilhelm um die Namens-und Wappenvereinigung mit den Reichsgrafen von Pötting und Persing ersucht. Am 20.März 1843 ist die die königliche Erlaubnis hierzu erteilt worden. Seitdem heißt die Tanneberger Linie der Schönberge „von Schönberg-Pötting“.

 

Nach dem Tode seines älteren Bruders Gustav Adolf (*4.Sept.1787 Tanneberg + 18. Dez. 1850 Tanneberg),der ohne männlichen Erben geblieben war, gelangte das Rittergut Tanneberg doch noch an ihn. Leider konnte er sich dieses Besitzes nicht lange erfreuen. Kaum ein Jahr später, am 4. Nov. 1851, ist er in Haselberg verschieden. Seine letzte Ruhe hat er in Tanneberg gefunden.

 

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