von Minckwitz () Hans III.

männlich vor 1508 - 1534  (> 26 Jahre)


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  • Name von Minckwitz () Hans III. 
    Geboren vor 1508 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 21 Aug 1534 
    Personen-Kennung I161  My Genealogy
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mrz 2016 

    Vater von Minckwitz Hans II., Obermarschall,   geb. 1445, Breitenhain (?) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 8 Sep 1516, Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 71 Jahre) 
    Mutter von Bünau Anna,   geb. um 1460,   gest. nach 1519  (Alter ~ 60 Jahre) 
    Verheiratet 4 Feb 1481 
    Familien-Kennung F75  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie von Maltitz () Elisabeth,   geb. vor 1509,   gest. 1543  (Alter > 34 Jahre) 
    Verheiratet um 1509 
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mrz 2016 
    Familien-Kennung F77  Familienblatt  |  Familientafel

  • Notizen 
    • H. begann seine Karriere im albertinischen Herzogtum 1488 als Amtmann zu Radeberg. In dieser Funktion arbeitete er so erfolgreich, dass es ihm gelang, die Einnahmen des Amts bis 1495 zu verdoppeln. Nachdem er zwischenzeitlich als Amtmann von Liebenwerda fungiert hatte, stieg er nach dem Tod des Kurfürsten Friedrich III. (der Weise) in eine führende Stellung am Hof von Kurfürst Johann (der Beständige) auf. Als dessen Bevollmächtigter vertrat H. das Kurfürstentum 1525 auf dem Reichstag in Augsburg und 1529 auf dem Reichstag zu Speyer. Dort nahm er an den Verhandlungen teil, bei denen der Widerstand verschiedener Kurfürsten gegen die Wahl Erzherzog Ferdinands zum deutschen König offenkundig wurde. Im selben Jahr war er der Vertreter des Kurfürsten bei einem Zusammentreffen mit Karl V. und galt dabei als Wortführer der Opposition gegen den Kaiser. 1534 wurde er von Kurfürst Johann zum „Wesentlichen Hofrat“ ernannt. Nach dessen Tod nahm er die Stellung eines Hofmeisters bei dessen Nachfolger Johann Friedrich (der Großmütige) ein. H., der 1517/18 eine Pilgerfahrt nach Jerusalem unternahm und danach Ritter zum Heiligen Grab wurde, war ein begeisterter Anhänger und Freund Martin Luthers. In seiner Herrschaft Sonnewalde führte er bereits 1522 die Reformation ein. – H. war in der Zeit der Reformation einer der einflussreichsten Räte im ernestinischen Kurfürstentum und hatte großen Einfluss auf das Auftreten der protestantischen Reichsstände gegenüber dem Kaiser.\n\n\n\nQ R. Freiherr v. Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande, Bd. 1, Dresden 1903; G. Mentz, Handschriften der Reformationszeit, Bonn 1912.\n\nL G. H. Wiege, Chronik der Familie von Minckwitz, Linie Breitenhain, Sonnewalde, Drehna, Frankfurt/Main 2001.