Notizen


Treffer 1 bis 50 von 371

      1 2 3 4 5 ... Vorwärts»

   Notizen   Verknüpft mit 
1 1657 gehörte es Bernhard Adolph von Meczsch von Metzsch (Meczsch) Bernhard Adolf (I848)
 
2 1669 heiratete er Agnes von Schönberg (1647?1693), die Tochter von Hanns Georg von Schönberg auf Wingendorf und Oberschöna, mit der er zwei Kinder hatte, Maria Margaretha (1676?1677) und Johannes Abraham (1678?1680). von Schönberg Maria Margaretha (I2611)
 
3 1669 heiratete er Agnes von Schönberg (1647–1693), die Tochter von Hanns Georg von Schönberg auf Wingendorf und Oberschöna, mit der er zwei Kinder hatte, Maria Margaretha (1676–1677) und Johannes Abraham (1678–1680). von Schönberg Agnes, a. Oberschöna, (I2569)
 
4 19. Jahrhundert [Bearbeiten]Nach dem Tode des zu Dresden am 20. März 1861 verstorbenen Reichsgrafen Detlev von Einsiedel fiel das Besitztum auf seine Tochter Frau Johanna Auguste Sahrer von Sahr, die in Dresden am 6. Januar 1871 verschied und Ehrenberg, wie ihre übrigen Güter, ihrem Gemahl Carl Heinrich Sahrer von Sahr hinterließ. Er starb 1874 und vermachte es seinem Neffen, da die Ehe Kinderlos blieb, Alfred Georg Sahrer von Sahr. Mit seiner Frau Helene Sahrer von Sahr geborene Einsiedel hatte er drei Kinder. Johanna Auguste, Nikolaus und Elisabeth Sahrer von Sahr. Alfred Georg Sahrer von Sahr starb 1921, seine Frau Helene 1928 und Ehrenberg kam an Nikolaus Sahrer von Sahr.\n\n\n Nach 1945 [Bearbeiten]Da er und Elisabeth Ehe- und Kinderlos blieben, sollte der Ehrenberger Besitz an Auguste, verheiratete Welck, gehen. Doch die Ereignisse, nach dem 2. Weltkrieg, verhinderten dies. Am 2. September 1945 erfolgte die Bodenreform in Sachsen und damit die Enteignung der Familie Sahrer von Sahr. Elisabeth und Nikolaus wurden unter unmenschlichen Bedingungen auf die Insel Rügen deportiert und Gefangen gehalten. Nikolaus, bereits 63 jährig, überstand dies nicht. Er starb am 1. Dezember 1945 an den Folgen. Elisabeth gelang die Flucht in die damalige Westzone nach Ellwangen, wo sie bei der Familie von Welck Zuflucht fand. Mit dem Tod von Nikolaus Sahrer von Sahr, der keine Ehe einging und Karl Detlev Siegfried Sahrer von Sahr auf Dahlen, dessen Ehe kinderlos verlief, starb das Geschlecht derer von Sahr aus. Sahrer von Sahr Georg Karl Niklaus (I550)
 
5 Als sein jüngerer Bruder Caspar (1555 - 1605; Nr. 267) kinderlos
stirbt, übernimmt er die Herrschaft Purschen
stein. Caspar, der Agnes, die Tochter des
Oberberghauptmanns Lorenz geheiratet hatte, stellte mit Hilfe seiner Mutter das Schloß und
auch das Rathaus (1603 vollendet) in Sayda wieder her.  
von Schönberg Agnes, a. Reinsberg, (I2567)
 
6 Curt Heinrich (1662-1712), kursächsischer Kammer- und Bergrat, Titulargeheimrat von Einsiedel a. Weißbach Curt Heinrich I., Kammerherr (I2660)
 
7 Die älteste Tochter Mauia Elisabeth, 1524 geboren, vermählte sich 1645 zu Dresden mit dem Geheimen Rath und Bergrathsdirector Wolf von Werthern auf Beichlingen, Frohnsdorf, Wartha und Berthelsdorf.70 Sie starb 28 Jahr alt den 9. September 1552.  von Schönberg Maria Elisabeth (I1779)
 
8 Ferner ist auch bekannt, daß 1605 die Familie von Weißenbach Lauterbach an den Besitzer von Schweinsburg, den Hofmarschall und Obersten Bernhardt von Starschedel verkaufte. Mit den Jahren wechselte der Besitz des Lauterbacher Rittergutes mehrfach. So sollten da unter anderem Namen wie Carl Bose, Kammerjunker Carl Gottfried Bose, Hans Dietrich von Schönberg, Major Kaspar Karl von Schönberg, Kaufmann Moritz Samuel Esche, Arthur Esche und Eugen Esche nicht unerwähnt bleiben. von Weißenbach Hermann (I451)
 
9 In dieser Ehe wurden ihm 11 Kinder geboren, von denen bei seinem Tode 3 Söhne und 2 Töchter noch am Leben waren. Ein vierter Sohn kam erst kurz nach des Vaters Ableben zur Welt. von Tschammer (a.d.H.Petershain) Ursula (I1769)
 
10 Joachim ??? Schönberg (75). Derselbe empfing am 10. Februar 1602 die Lehen über Zwönitz, das Dorf sammt dem Maunlehngute daselbst, vom Churfürsten Christian II., welcher zugleich im Namen seiner Brüder, der Herzöge Johann Georg und August, versprach, er wolle weder den Von Schönberg und seine Erben, noch dessen arme Leute mit Steuern, Vorbot oder Auflegungen bedrängen, beschweren oder belasten lassen.ils Eben so empfing er am\n\n12. December 1612 zu Dresden von dem Churfürsten Johann Georg die (iüter, den Thnm und Oberndorf, als Mannlehen, aber ein Lehnbrief über das Gut Gelenau mit der Hälfte des Dorfes fehlt aus jener Zeit. Joachim scheint ein sehr eingezogenes Leben geführt zu haben, wenigstens wird er sonst nirgends erwähnt, auch kennen wir den Namen seiner Gattin nicht. Im Jahre 1627 scheint er verstorben zu sein, denn seine beiden Söhne, Heinrich Joachim und Hans Georg, theilten sich in die väterlichen Lehngüter. von Schönberg (164) Joachim (I1900)
 
11 Sein Sohn Asmus (Erasmus) (1515-1563), ebenfalls Herr auf Lobschwitz, war 1545 Amtmann von Schneeberg (Erzgebirge), 1547 Kreishauptmann des Leipziger oder osterländischen Kreises, 1548 sächsischer Oberamtmann und Rat zu Leipzig, 1557 Oberhofrichter in Leipzig und Ratgeber des Kurfürsten Moritz von Sachsen. Er war entscheidend am Zustandekommen des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens beteiligt. Sein Epitaph befindet sich im Vorraum der Lobstädter Kirche.\n\n1609 wurde die österreichische Linie in den Freiherrenstand und 1852 die Familie in Deutschland in den Sächsischen Freiherrenstand, 1864 in den Sächsischen Grafenstand erhoben. von Könneritz Erasmus (I238)
 
12 So zettelte z.B. \nHans von Dieskau (1454-1514) \neine Fehde mit den Zerbstern an, als er sich vor den Stadttoren mit einer Dame traf und die Dorfbewohner den Ritter Dieskau beleidigten. Während dieser Fehde, die 2 Jahre dauerte, kam es zu Brandschatzungen und es gab sogar Gefangene und Tote. Trotz dieser Geschichte hat es Hans von Dieskau später noch bei dem Erzbischof Albrecht zu Magdeburg zu großen Ehren gebracht. Als Nachfolger seines Vaters, Otto von Dieskau, wurde er erzbischöflicher Rat und Hauptmann auf Giebichenstein und Moritzburg.  von Dieskau Hans (I703)
 
13 "der eiserne Pflug" Stammvater des Stammes Knauthain, Amtmann zu Leipzig, Borna und Pegau Pflug (Knauthain) Nickel (der Eiserne) (I262)
 
14 (101) DA. Bestallung vom 5. März 1676. III. Abthlg. Genealog. s. v. SCHÖNBERG. \nDen 16. Februar 1643 hatte er sich zu Braunschweig mit Fräulein Anna Magdalena von Rheden vermählt. Sie war die hinterlassene einzige Tochter des geheimen Rathes und Hofmarschalls zu Wolfenbüttel, Erichs von Rheden auf Hüpede, Gähren und Rheden. In dieser Ehe wurde ihm eine Tochter den 26. August 1649 und ein Sohn Christian Ludwig den 1. August 1651 geboren, welcher bei des Vaters Tode noch am Leben war. von Rheden Anna Magdalena (I2197)
 
15 (vor 1437 - gest. 1507), der Begründer des Stollberger Hauptzweiges, befand sich seit 1458 im Gefolge Kurfürst Friedrichs II. Er nahm im April und Mai 1459 am Fürstentreffen in Eger teil und bereitete auf kursächsischer Seite den Vertrag von Eger vor, mit dem man nach langem Streit einen friedlichen Ausgleich mit dem König von Böhmen erreichte. 1464 wurde er ?heimlicher Rat? der Brüder Ernst und Albrecht. Nach der Landesteilung blieb er, wie seine Geschlechtsgenossen, auf der albertinischen Seite. Er gehörte zu den Räten, die den Streit Albrechts mit seinem Obermarschall Hugold von Schleinitz schlichteten und Verhandlungen mit Kurfürst Friedrich dem Weisen (1463?1525) über ungeklärte Einzelheiten der Landesteilung führten. Herzog Georg berief Heinrich von Schönberg zum Hofmeister. von Schönberg (069) Heinrich (I251)
 
16 10541 - Grundherrschaft Scharfenberg\nDatierung: 1775 - 1857\nGeschichte: Für Scharfenberg, südöstlich von Meißen gelegen, wurde erstmals 1227 ein Herrensitz und 1551 ein altschriftsässiges Rittergut erwähnt. Die Herrschaft übte Erb- und Obergerichtsbarkeit aus.\nNachweislich zählte Scharfenberg seit 1696 zum Erbamt Meißen. Ab 1856 unterstand der Ort dem Gerichtsamt Meißen und ab 1875 der Amtshauptmannschaft Meißen. Von 1338 bis 1941 war die Grundherrschaft im Besitz der Familie von Miltitz. Weitere Angaben siehe 6. Herrschaften.\nBestandsinhalt: Gerichtsbücher.- Strafprozesse und Zivilprozesse.- Kauf, Verkauf und Hypothekensachen.- Elbfähre.\nFindmittel: Findkartei o. D., Nachtrag 2006 von Miltitz Alexander (I32)
 
17 1473 wurde das Schloß von Kurfürst Ernst und Herzog Albert an die von Schönberg auf Purschenstein um 9000 Gulden verkauft, die es von 1473 - 1647 besaßen und mit Namen folgende sind:

Bernhard, 1473 - 1476. Er zog mit Herzog Albert nach Palästina, starb unterwegs und ward auf der Insel Rhodos begraben.
Kaspar II., 1476 - 1510. Nach dessen Tode wurde unter den Erben Streit, weswegen Herzog Moritz Frauenstein eingenommen haben soll; er setzte zum Burggrafen ein:
Kaspar III., 1513 - 1576. Dieser verjagte zwar 1531 erst viele Unterthanen, weil sie das heilige Abendmahl unter beiderlei Gestalt genossen und Luthers Schriften gelesen hatten, aber nach Herzog Georg des Bärtigen Tod nahm er 1539 selbst die lutherische Konfession an und führte sie hier ein.
Kaspar IV., 1576 - 1578. Man konnte ihn den reichen Schönberg heißen, denn er besaß 9 schöne Rittergüter, nämlich: Frauen- und Purschenstein, Rechenberg, Sayda, Pfaffroda, Dörnthal, Mulda, Hartmannsdorf und Gamig.
Heinrich, 1578 - 1616. Er war ein weiser, gelehrter und erfahrener Mann, der sich vile Denkmale sowohl durch Neubauten als durch milde Stiftungen gesetzt hat. Unter ihm gedieh besonders auch der Bergbau, sodaß der Wohlstand in und um Frauenstein sprichwörtlich wurde. 28 Jahre war er Oberhauptmann der Ämter Freiberg, Dippoldiswalde, Altenberg und Tharand und wurde begraben in hiesiger Stadtkirche am 27. November 1616.
Abraham I., 1616-1623.
Abraham II., 1623 - 1639. Der Nachlaß dieses von Schönberg gerieth in Konkurs, und nun kaufte der Kurfürst Johann Georg I. das Schloß mit allen Zugehörungen im Jahre 1647 um 80000 Gulden. seit welcher Zeit es ein Kammergut geblieben ist, wovon aber sämtliche Felder wegverkauft sind. 
von Schönberg (385) Abraham (II.), kurfürstl. sächs. Rittmeister (I2607)
 
18 1492 erwarb Heinrich von Einsiedel Scharfenstein. Unter Heinrich Abraham von Einsiedel, Mitte 16. Jahrhundert, wurde die Anlage erneuert, sie erhielt Gesellschaftsräume, Kirchen- und Witwenflügel und das Torhaus. von Einsiedel (auf Venusberg) Heinrich Abraham (I1703)
 
19 1635 lieh sich August von Schönberg (1584–1636 ) von seiner Schwester Sara von Bünau, geborene Schönberg, 2000 Gulden, die mit sechs Prozent verzinst wurden. Auch mehrere Vettern gewährten ihm Kredite, darunter Georg Friedrich von Schönberg (1586–1650) auf Mittelfrohna sowie Nikol von Schönberg (1603–1659) auf Oberschöna von Schönberg (334) Augustus, a. Purschenstein, (I2600)
 
20 1651\nHans Heinrich von Ponickau erwirbt den Ort. Er überträgt ihn 1669 an Valentin Nickol von Ponickau. \n\n1678\nDessen Sohn Hans Friedrich von Ponickau auf Prietitz verkauft Liebenau seinem namensgleichen Vetter Hans Friedrich von Ponickau auf Bischheim. \n\n1686\nNach dem Tod von Hans Friedrich von Ponickau auf Bischheim verkauft dessen Tochter Liebenau an einen von Gersdorff. Dessen Witwe wiederum gibt es an einen von Carlowitz weiter.\n\n1700\nEleonora Sophia von Reichwald, geb. von Nostiz, wird zur Herrin, sogen. Frau auf Liebenau. Der Ort hat drei Bauern, vier Gärtner und vier Häusler.  von Ponickau Hans Wolf (I141)
 
21 1661\nHans Wolf von Ponickau lässt ein neues Herrenhaus errichten. Die Grundmauern dieses Gebäudes stehen auf den Resten einer frühdeutschen Wasserburg.\nNach dem Tod des Hans Wolf d.Ä. geht Biehla als Lehen an die Söhne Hans Wolf d.J. und Hans Adolf von Ponickau Hans Wolf (I141)
 
22 1730 Neubau des Glockenturmes. Die Jahreszahl sowie die Initialen des Patrons Curt Heinrich II. v. Einsiedel, Sohn des Vorigen, stehen in der Wetterfahne. von Einsiedel Curt Heinrich II., Kf.Sächs.erster Hofmarschall (I2574)
 
23 1805 Detlev von Einsiedel verwaltet ab dem Jahr 1805 bis 1835 zuerst für seinen Vater, später für die Familie, den Besitz. \n17. 12. 1810 Tod des Detlev Carl von Einsiedel. \n20. 3. 1861 Tod Detlev von Einsiedel. Der Besitz fällt seiner Tochter Johanna Auguste Sahrer von Sahr geborene Einsiedel zu. \n1861 Johann König von Sachsen zu Besuch in Ehrenberg. \n6. 1. 1871 Tod von Johanna Auguste Sahrer von Sahr. Ihr Gemahl, Carl Heinrich Sahrer von Sahr, übernimmt den Besitz. \n16. 8. 1874 Tod von Carl Heinrich Sahrer von Sahr. Er vermacht die Besitzungen, da die Ehe kinderlos geblieben war, dem ältesten Sohn seines Bruders Johann Georg von Sahr, Alfred Georg Sahrer von Sahr.  Sahrer von Sahr Johann Georg (I539)
 
24 19.2.1610 Pate zu Tegkwitz Pflug Anna (I255)
 
25 1921 Tod von Alfred Georg Sahrer von Sahr. Sein Sohn Nicolaus Sahrer von Sahr erbt Ehrenberg.  Sahrer von Sahr Alfred Georg (I542)
 
26 23. 4. 1938 375 Jahre Schloß Ehrenberg  Sahrer von Sahr Alfred Georg (I542)
 
27 Abraham von Schönberg
Abraham von Schönberg (1640–1711) war ein Urgroßneffe des 1616 kinderlos verstorbenen Oberhauptmanns Heinrich von Schönberg. Er gehörte dem Frauensteiner Zweig des Purschensteiner Hauptastes ein, einem verarmten Familienzweig, der nach dem Verkauf der Herrschaft Frauenstein keinen Grundbesitz mehr hatte. Als Abraham von Schönberg 1640 geboren wurde, war sein Vater schon einige Monate tot. Sein Vormund Nikol von Schönberg (1603–1659) auf Oberschöna nahm sich der Erziehung an und sorgte für eine gute Ausbildung. Abraham von Schönberg studierte in Jena und Wittenberg, ging 1662 auf Reisen und beschäftigte sich auf Anraten Hans Hildebrands von Einsiedel auf Scharfenstein, des Schwagers seines Vormunds, mit den Bergwissenschaften. 1663 wurde er, gerade 23 Jahre alt, zum kurfürstlichen Kommissionsrat ernannt. Kurfürst Johann Georg II. setzte ihn in der Bergverwaltung ein und ernannte ihn 1668 zum Vizeberghauptmann und 1670 zum Berghauptmann. 1676 übernahm Abraham von Schönberg die Leitung des Oberbergamts. Er war der letzte Oberberghauptmann, der als Kreishauptmann zugleich die Aufsicht über die Ämter des Erzgebirgischen Kreises wahrzunehmen hatte. Wie seine Amtsvorgänger hatte er selbst mehrere Ämter zu verwalten. So war Abraham von Schönberg als Amtmann für die Ämter Freiberg und Tharandt zuständig. Der Oberberghauptmann, der selbst keine Lehngüter besaß, bewohnte den Schönbergischen Hof in Freiberg. Seine Behörde war seit 1679 im Nachbarhaus in der Kirchgasse untergebracht.
Abraham von Schönberg machte sich um die Wiederbelebung des erzgebirgischen Bergbaus nach dem Dreißigjährigen Krieg verdient. Wie seine Schriften und Gutachten zeigen, war er sowohl mit juristischen und verwaltungstechnischen Fragen als auch mit der alltäglichen Arbeit im Berg- und Hüttenwesen vertraut. Kurfürst Johann Georg II. beauftragte ihn 1674 mit der Erarbeitung einer neuen Bergordnung. Er legte 1675 einen ersten Entwurf vor, der allerdings unbeantwortet blieb. Sein zweiter Entwurf wurde 1689 den Ständen zugeleitet, aber nicht verabschiedet. 1693 veröffentlichte er die Bergordnung in der „Ausführlichen Berg-Information“, einem Fachbuch, das er „dem Vaterland zu schuldiger Liebe“ widmete. Das umfangreiche Werk enthält detaillierte Dienstanweisungen für die Bergbeamten und ein Wörterbuch der im Berg- und Hüttenwesen gebräuchlichen Redensarten. Abraham von Schönberg erklärt darin 1200 Ausdrücke und Begriffe. Die „Berg-Information“ war gedacht zur Unterrichtung der Beschäftigten im Berg- und Hüttenwesen sowie aller, „so sich zur Berg-Wissenschaft appliciren wollen“. Der Oberberghauptmann wollte die wissenschaftliche Ausbildung des Nachwuchses nicht nur mit seinem Buch, sondern auch mit einem geregelten Unterricht im Bergwesen verbessern. Auf seine Anregung hin richtete der Kurfürst 1702 eine Stipendienkasse ein. Jährlich flossen 300 Taler an „einige junge Leute zur Erlernung derer Bergwercks-Wißenschaften, Schmeltz- und Marckscheider-Kunst und dergleichen“. Eine Lehranstalt gab es allerdings noch nicht. Wer die Montanwissenschaften erlernen wollte, musste bei einem Markscheider oder Probierer in die Lehre gehen. 1710 regten Einwohner Freibergs in einem Gesuch an das Geheime Consilium die Gründung einer Augustus-Universität an, was aber abgelehnt wurde. Erst nach dem Siebenjährigen Krieg wurde 1765 die Freiberger Bergakademie eröffnet. Die Stipendienkasse Abraham von Schönbergs hat mit dazu beigetragen, dass sich in Freiberg eine montanwissenschaftliche Lehrtradition entwickeln konnte. Der Oberberghauptmann, der seit 1697 Wirklicher Geheimer Rat war, korrespondierte mit Gelehrten und Naturwissenschaftlern, unter anderem mit Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651–1708), und beaufsichtigte das „Contubernium“, die Forschungsgemeinschaft, die das Herstellungsverfahren für das europäische Hartporzellan entwickelte. Nachdem Gottfried Pabst von Ohain (1656–1729), Bergrat im Oberbergamt, aufgedeckt hatte, dass der Alchimist Johann Friedrich Böttger (1682–1719) nicht in der Lage war, Gold zu erzeugen, unternahmen Freiberger Berg- und Hüttenleute gemeinsam mit Tschirnhaus und Böttger Versuche zur Porzellanherstellung. 1708 gelang es, erstmals weißes Porzellan zu erzeugen, das dem chinesischen Vorbild ähnelte. Damit war das europäische Hartporzellan erfunden. Abraham von Schönberg erlebte noch die Gründung der Meißner Porzellanmanufaktur, nicht aber die weitere Entwicklung, da er im November 1711 starb.
Abraham von Schönberg litt an verschiedenen Krankheiten, die er selbst als bergmännische Berufskrankheiten deutet. Seit 1670 wurde er „von einer sonderbaren von eingezogenen Berg-Schwaden und Berg-Rauch herrührenden Schenckel-Schwachheit“ geplagt. 1697 folgte ein komplizierter Beinbruch. In seinen letzten Lebensjahren zwangen ihn innere Leiden auf ein dauerndes Krankenlager. Der Oberberghauptmann war dreimal verheiratet. Er hatte aus erster Ehe zwei Kinder, die jedoch jung verstarben, so dass mit ihm der Frauensteiner Zweig des Purschensteiner Hauptastes erlosch. 
von Schönberg (435) Abraham, Oberberghauptmann (I2566)
 
28 Abraham von Schönberg (* 11. März 1640 in Freiberg; ? 4. November 1711 ebenda) war ein sächsischer Staatsmann, Oberberghauptmann und Reformer von Bergbau und Hüttenwesen in Kursachsen.
Leben

Abraham von Schönberg entstammte dem alten Adelsgeschlecht derer von Schönberg und war der Sohn des Rittmeisters Abraham von Schönberg auf Frauenstein und Rechenberg und der Anna Maria, geborene von Bünau (? 1667). Abraham war das jüngste von acht Geschwistern und kam in Freiberg zur Welt, wohin seine Mutter mit den Kindern vor den Kriegswirren aus Frauenstein geflohen war. Sein Vater starb noch vor seiner Geburt, so dass er unter die Vormundschaft von Nicol von Schönberg kam.

Abraham von Schönberg wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf; der Besitz der Familie war zwischen 1632 und 1634 von den kaiserlichen Tuppen und 1639 durch die Schweden geplündert und niedergebrannt worden. Schönberg erlebte er die zweimonatige schwedische Belagerung Freibergs durch General Torstensson. 1647 konnte die Mutter die Güter Frauenstein und Rechenberg verkaufen und war nicht mehr auf Unterstützung der Verwandtschaft angewiesen. Im selben Jahre nahm ihn sein Vormund zu sich nach Oberschöna. Bis zur Aufnahme seines Studiums lebte Abraham von Schönberg bei seinem Vormund Nicol von Schönberg, der von 1644 bis 1650 als Kriegskommissar des Erzgebirges und ab 1651 als Amtshauptmann zu Lauterstein und Wolkenstein wirkte.

1656 wurde von Schönberg an der Universität Jena immatrikuliert und setzte ab 1659 an der Universität Wittenberg seine Studien der Staatswissenschaften, Philosophie und Rechte fort. Im Anschluss an das Studium ging er auf Kavalierstour und erhielt danach eine Ausbildung im Bergfach in den Bergrevieren Annaberg und Schneeberg. Nach seiner Ernennung zum Bergkommissionsrat war von Schönberg im sächsischen Bergstaat tätig und organisierte die Wiederbelebung des seit dem Dreißigjährigen Krieg zusammengebrochenen Bergbaus. Zu den Verantwortlichkeiten von Schönbergs gehörte unter anderem das 1667 durch Kurfürst Johann Georg II. erlassene Mandat über die Fertigung von Grubenrissen, das die Bergwerke zur Risshaltung und Hinterlegung eines Grubenrisses beim Oberbergamt verpflichtete. Zur Unterbringung der Risse ließ er 1679 das Haus des verstorbenen Freiberger Zehntners Friedrich Schönlebe als Bergamtshaus ankaufen und darin ein oberbergamtliches Rissarchiv einrichten.

Am 11. April 1668 wurde er zum Vizeberghauptmann und zwei Jahre später zum Berghauptmann und Amtshauptmann in Freiberg und Grillenburg ernannt. 1669 heiratete er Agnes von Schönberg (1647-1693), die Tochter von Hanns Georg von Schönberg auf Wingendorf und Oberschöna, mit der er zwei Kinder hatte, Maria Margaretha (1676-1677) und Johannes Abraham (1678-1680).

Im Herbst 1670 erkrankte von Schönberg an einer fortschreitenden Muskellähmung in den Oberschenkeln, die er durch mehrmalige Kuraufenthalte in Karlsbad zu lindern suchte. Nachdem am 1. September 1676 der Oberberghauptmann Caspar von Schönberg verstorben war, wurde Abraham von Schönberg eine Woche später dessen Amtsnachfolger. 1681 übernahm er auch die Funktion des Kreishauptmanns des Erzgebirgischen Kreises.

Von Schönberg entwarf 1675 eine neue Bergordnung für Kursachsen, deren Einführung von den Ständen wegen des Ausbaus der Berggerichtsbarkeit verhindert wurde. Darauf hin publizierte er 1693 seine ?Ausführliche Berginformation bey dem Berg- und Schmeltzwesen?, deren Inhalt in wesentlichen Teilen aus seinem Entwurf zur Bergordnung stammte. Nach dem Tod seiner Frau Agnes heiratete er 1694 Eleonora von Ende, eine verwitwete von Neitzschütz (1658-1702), die das Rittergut Borthen in die kinderlos gebliebene Ehe einbrachte. Ab 1697 war von Schönberg durch die Lähmung ans Krankenbett gefesselt, von dem aus er seine Amtsgeschäfte weiterführte.

Zu seinen Erfolgen gehörte die 1702 in Freiberg gegründete Bergstipendienkasse zur Finanzierung einer fundierten Ausbildung bergmännischer Fachleute, die einen Vorgänger der Bergakademie Freiberg darstellt. Nachdem auch seine zweite Frau verstorben war, heiratete Abraham von Schönberg 1703 zum dritten Mal, Auguste Christine von Thümen (? 1730). Auch diese Ehe blieb ohne Nachkommen.

1710 entstand nach seinen Plänen die Generalschmelzadministration zu Freiberg. Zusammen mit Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, Johann Friedrich Böttger und Gottfried Pabst von Ohain arbeitete von Schönberg an der Entwicklung eines Verfahrens zur Porzellanherstellung aus Kaolinerde. Sein Nachfolger als sächsischer Oberberghauptmann war Hans Carl von Carlowitz.

Nach seinem Tode verlas Superintendent Christian Lehmann nach dem Wunsch des Verstorbenen eine von Schönberg verfasste Autobiographie, durch die viele Informationen aus Schönbergs Leben bis heute überliefert sind. Sein Grabmal befindet sich im Kreuzgang des Domes zu Freiberg. Mit seinem Tode erlosch die Frauensteiner Linie der Schönberger.

Abraham von Schönberg hatte fünf Schwestern und zwei Brüder. Seine Schwester Agnes Eleonore heiratete Heinrich Haubold von Einsiedel, und Catharina Sybilla war die Ehefrau des Wittenberger Hofrichtes Christian von Loss. Sein Bruder Caspar Abraham von Schönberg (? 1703) wirkte als Kanzler in Sachsen-Weißenfels.
Werke

Entwurf zu einer neuen Bergordnung für das Kurfürstentum Sachsen, mit Gutachten und Gegengutachten, 1675-1689
Ausführliche Berginformation bey dem Berg- und Schmeltzwesen, Fleischer, Leipzig 1693
Christianum Berwardum / Abraham von Schönberg: Redens-Arten bey Berg-Wercken und Schmeltz-Wercken, Fleischer, Leipzig 1693

Literatur

Horst Gerhardt: Schönberg, Abraham. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, S. 388 f. (Digitalisat).
Wolfgang Jobst, Walter Schellhas: Abraham von Schönberg ? Leben und Werk. Die Wiederbelebung des erzgebirgischen Bergbaus nach dem Dreißigjährigen Krieg durch Oberberghauptmann Abraham von Schönberg. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1994, ISBN 3-342-00998-5, (Freiberger Forschungshefte. D: Historischer Bergbau. 198).

Weblinks

Literatur von und über Abraham von Schönberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Kurzbiografie auf der Homepage der Familie von Schönberg
Ausführliche Berg-Information, Zur dienlichen Nachricht vor Alle, Die Bey dem Berg- un(d) Schmeltzwesen zu schaffen. Leipzig 1693, Online-Ausgabe der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden 
von Schönberg (435) Abraham, Oberberghauptmann (I2566)
 
29 Abraham von Schönberg (gest. 1639) auf Frauenstein besaß zwei Häuser am Markt. von Schönberg (385) Abraham (II.), kurfürstl. sächs. Rittmeister (I2607)
 
30 Abraham von Schönberg hatte fünf Schwestern und zwei Brüder. Seine Schwester Agnes Eleonore heiratete Heinrich Haubold von Einsiedel, und Catharina Sybilla war die Ehefrau des Wittenberger Hofrichtes Christian von Loss. Sein Bruder Caspar Abraham von Schönberg († 1703) wirkte als Kanzler in Sachsen-Weißenfels. von Schönberg (435) Abraham, Oberberghauptmann (I2566)
 
31 Abraham von Schönberg hatte fünf Schwestern und zwei Brüder. Seine Schwester Agnes Eleonore heiratete Heinrich Haubold von Einsiedel, und Catharina Sybilla war die Ehefrau des Wittenberger Hofrichtes Christian von Loss. Sein Bruder Caspar Abraham von Schönberg († 1703) wirkte als Kanzler in Sachsen-Weißenfels. von Schönberg Agnese Elenore (I2623)
 
32 Abraham von Schönberg hatte fünf Schwestern und zwei Brüder. Seine Schwester Agnes Eleonore heiratete Heinrich Haubold von Einsiedel, und Catharina Sybilla war die Ehefrau des Wittenberger Hofrichtes Christian von Loss. Sein Bruder Caspar Abraham von Schönberg († 1703) wirkte als Kanzler in Sachsen-Weißenfels. von Schönberg Catharina Sybilla, a. Frauenstein, (I2624)
 
33 Abraham von Schönberg verlegte das Oberbergamt 1679 in die Kirchgasse in ein Freihaus der Familie Schönlebe. Damit lag sein Dienstsitz unmittelbar neben seinem Wohnhaus, dem Schönbergischen Hof, den er 1582 aufwendig umbauen ließ. von Schönberg (435) Abraham, Oberberghauptmann (I2566)
 
34 Ahnenfolge der männlichen Nachkommen on Schönberg ist er die Nummer 417  von Schönberg (417) _Friedrich_ Heinrich (I3)
 
35 Als 1614 Heinrichs Neffe Bernhard von Schönberg (1575–1620) bei seiner Schwiegermutter Barbara von Miltitz, geborene von Schönberg ein Darlehen über 10000 Gulden aufnahm, waren nur die ersten beiden Jahre zinsfrei. Ab dem dritten Jahr waren sechs Prozent Zinsen zu zahlen. von Schönberg (333) Bernhard, a. Pfaffroda (I2599)
 
36 als Erbschaftsantheil, an die von Schönbergsche Linie, die damals Frauenstein besaß, und sie in der Folge mit dieser Herrschaft völlig vereinigte, bis im Jahre 1647, nachdem Abraham II. von Schönberg, Herr auf Frauenstein, Randeck, Weigmannsdorf, Hirschberg und Rechenberg, im Jahre 1639 mit Tode abgegangen war, und sein hinterlassenes Vermögen in Concurs gerieth, die Herrschaft Frauenstein, mit ihren sämtlichen Zugehörungen, an den Kurfürst Johann Georg I. für etliche 80.000 Gulden verkauft wurde.  von Schönberg (385) Abraham (II.), kurfürstl. sächs. Rittmeister (I2607)
 
37 Als Heinrich von Schönberg (1549–1616), Oberhauptmann des Erzgebirges, den Anteil seiner Neffen an Purschenstein kaufen wollte, beantragte er 1607 bei der kursächsischen Rentkammer ein Darlehen von 20000 Gulden. Die Räte wollten ihm diese Summe nicht gewähren, doch Kurfürst Christian II. (1583–1611) sagte ihm aufgrund der „langwierigen treu geleisteten Dienste, welche vnnsern Vorfahren vnnd also dem ganzen löblichen Churhause Sachssen [...] Schonberg viele Jahre lang geleistet“ das Darlehen zu. Der Oberberghauptmann erhielt 20000 Gulden zinslos auf 20 Jahre. Die Schuld war von 1627 bis 1632 in Raten abzutragen. Das waren außerordentlich vorteilhafte Bedingungen. Meist waren marktübliche Zinsen zu zahlen, selbst innerhalb der Familie.  von Schönberg (266) Heinrich, Oberhauptmann, (I2596)
 
38 Altar in Wilsdruff Zum älteren Kircheninventar gehört auch ein durch Hans Heinrich von Schönberg gestifteter, frühbarocker Altaraufsatz, den 1631 der Pirnaer Bildhauer Caspar Klöpl (auch: Klüppel) aus Elbsandstein schuf. Er stand in der alten Nikolaikirche in Wilsdruff über der Gruft des Caspar Rudolf von Schönberg (gestorben 1628), so daß ihn der Stifter wohl zum Andenken an seinen Bruder errichten ließ.\n\nDen figürlichen Schmuck des Altaraufsatzes bilden zwei Stifterfiguren (wohl Hans Heinrich von Schönberg und seine Frau), drei Reliefs ('Das Heilige Abendmahl', 'Jesus betet im Garten Gethsemane', 'Die Opferung Isaaks'), zwei Kindengel sowie drei Frauengestalten, die Glaube (lat. 'Fides'), Liebe (lat. 'Caritas') und Hoffnung (lat. 'Spes') versinnbildlichen. Der Stadtbrand von 1686 scheint nicht spurlos an diesem Altar vorübergegangen zu sein, da nach der Beseitigung von Ölfarbe eine schwarze Verfärbung des Sandsteins zum Vorschein kam. In der Rückwand des Altartisches befindet sich eine Sakramentsnische, die wohl dasselbe Alter wie das spätromanische Portal hat. von Schönberg (192) Hanns Heinrich (I22)
 
39 Am 1. August empfing Bernhard von Schönberg zu Jerusalem den Ritterschlag. Jedoch erkrankte er auf der Rückreise. Die Reisegesellschaft, die mit dem Schiff über das Mittelmeer nach Venedig fuhr, ließ den Erkrankten auf der Insel Rhodos in einem Augustinerkloster zurück, in dem er am 31. August starb. Zu seinem Seelenheil wurde ein Jahrgedächtnis in der Dresdner Kreuzkirche eingerichtet. von Schönberg (106) Bernhard, Marschall u. Landvogt, (I2586)
 
40 Am 16.4.1623 störte der Feudalherr Christoph von Minkwitz mit Hilfe seiner Bediensteten die Osterreiterprozession. Die Herren von Plaunitz, von Haugwitz und von Minkwitz versuchten lutherische Pfarrer einzusetzen. von Minckwitz (auf Radibor) Christoph (I1695)
 
41 Amtmann zu Freiburg, Rat des Herzogs Moritz, Feldhauptmann Pflug Andreas Amtmann (I258)
 
42 Andreas von Schönberg (136),\ndes Berghauptmanns Christoph (176) jüngster Sohn, überlebte die sämtlichen männlichen Nachkommen des Oberhauptmanns Wolf und pflanzte den Neusorgaer Zweig seines Geschlechts noch auf eine kurze Zeit fort. Er war den 22. Februar 1600 auf dem Schlosse Wolkenstein geboren und hat nach dem Tode seines Vaters sich noch 3 Jahr bei seiner Mutter in Freiberg aufgehalten. Im Jahre 1613 nahm ihn sein Oheim WOLF GEORG VON SCHÖNBERG auf Pulsnitz und Braunau zu sich, aber 1615 begab er sich nach Leipzig in das Haus des dortigen Vierhofrichters Heinrich Hildebrand von Einsiedel auf Scharfenstein, welchem er als Page diente. Die Neigung zum Kriegsdienste bestimmte ihn, sich nach Frankreich zu begeben, um unter der Aufsicht seines berühmten Verwandten sich hierzu auszubilden. Der Churfürst Johann Georg I. fertigte ihm den 26. Juni 1618 einen Empfehlungsbrief an den König Ludwig XIII. aus, in welchem er sagt, Andreas stamme aus der edeln und ausgezeichneten Familie der Schönberge und wünsche sich in fremden Ländern auszubilden und das glänzende Reich des Königs kennen zu lernen. \nDie Abschrift des churfürstlichen Schreibens im Geschlechtsarchive Cap. 1, nr. 23 nach einer Urkunde im DA. lautet:\nDer Marschall Heinrich lies zuerst seinen jungen Verwandten 8 Monate lang als Musketier im Kistell zu Amiens dienen und nahm ihn sodann in das Leibregiment des Königs auf. Im Jahre l620 kehrte er in die Heimat zurück und wurde vom Churfürsten als Hofjunker und Truchsess angenommen, wohnte auch dem Feldzuge in der Lausitz als Freiwilliger bei und wurde hier der Leibcompagnie der Kürassiere mit 3 Pferden zugeordnet. Mit Genehmigung des Churfürsten trat er hierauf im Jahre 1623 um sich weiter auszubilden, in das Regiment ein, welches der niedersächsische Kreis durch den Obersten Helfersen anwerben liess und wurde Fähnrich in der Compagnie des Hauptmanns Haubold von Starschedel. Nach Auflösung dieses Regiments im Jahre l624 nahm er Hofdienste bei dem Markgrafen Friedrich zu Baden-Durlach, als jedoch der Krieg wieder ausbrach, folgte er seiner Neigung und begab sich 1620 nach Niedersachsen, um dem König Christian IV. von Dänemark seine Dienste anzubieten. Obgleich er auf dem Wege dahin die Nachricht von der Niederlage des dänischen Heeres bei Lutter am Barenberge empfing, so blieb er doch seinem Vorsatze treu und schloss sich in Holstein als Freiwilliger dem Heere des Königs an, wurde l628 Wachtmeister-Lieutenant in Glückstadt und wohnte dem glücklichen Ausfalle bei, in welchem der kaiserliche General-Lieutenant Graf Hannibal von Schaumburg gefangen wurde. Nach Abschluss des Friedens begab er sich 1629 als Capitän-Lieutenant in niederländische Dienste, war mit bei der Eroberung von Herzogenbusch, erhielt eine Compagnie 1631 und war bei der Einnahme von Mastricht 1632 mit tätig. Im Jahre 1633 hatte er die Absicht, bei den Schweden Dienste zu nehmen, wurde aber von dem Herzoge Georg zu Braunschweig und Lüneburg bestimmt, 1634 als Oberstwachtmeister in sein Leibregiment zu Pferd zu treten, wurde hier 1640 Oberstlieutenant, 1643 zugleich Commandant von Hannover und erhielt 1646 als Oberst die Oberinspection über die gesammte Infanterie. Diese Auszeichnungen hatte er sich durch große Tapferkeit und Umsicht erworben, so dass er auch seine Meinung bei allen Beratschlagungen über Kriegsunternehmen abgeben musste. Er war gefährlich verwundet worden, hatte großen Anteil an der gelungenen Verteidigung von Göttingen und wurde Commandant von Celle. Daneben wurden ihm nach dem Abschlusse des Friedens von seinem Fürsten viele ehrenvolle Aufträge und Vertrauensämter gegeben. Im Jahre 1658 erhielt er den Rang eines Oberhauptmanns, als aber sein Gönner der Herzog Christian Ludwig 1665 verstorben war, trat SCHÖNBERG in die Dienste des Herzogs August von Braunschweig-Wolfenbüttel als Kriegsrat und Commandant von Wolfenbüttel, empfing auch 1674 zugleich das Oberkommando von Braunschweig. Als er das Jahr darauf seine Verwandten in Sachsen besuchte, forderte ihn der Churfürst Johann Georg II. auf, in seine Dienste zu treten, und obgleich der Herzog von Braunschweig sich alle erdenkliche Mühe gab, diesen verdienstvollen Mann seinem Lande zu erhalten, so war doch SCHÖNBERG fest entschlossen, trotz seines vorgeschrittenen Alters der Heimat seine letzte Kraft zu weihen. Hier erhielt er im Anfange des Jahres 1676 die Bestallung als Generalwachtmeister der Infanterie und Kriegsrat, (101) wurde noch im Laufe desselben Jahres als Oberkommandant zu Dresden und Königstein angestellt und erhielt den Oberbefehl über die deutsche Leibwache des Churfürsten. Zuletzt wurde er noch ohne sein Ansuchen zum Geheimen Rath und Kammerherrn ernannt, legte aber im Jahre 1685 seines hohen Alters wegen alle diese Aemter nieder. ANDREAS VON SCHÖNBERG hatte nicht allein durch heldenmütige Tapferkeit, sondern auch durch große Einsicht und Erfahrung im Kriegswesen seinen Ruhm erlangt. Die Heere, in welchen er den Oberbefehl führte, verdanken ihm viele vortreffliche Einrichtungen.\n(101) DA. Bestallung vom 5. März 1676. III. Abthlg. Genealog. s. v. SCHÖNBERG. \nDen 16. Februar 1643 hatte er sich zu Braunschweig mit Fräulein Anna Magdalena von Rheden vermählt. Sie war die hinterlassene einzige Tochter des geheimen Rathes und Hofmarschalls zu Wolfenbüttel, Erichs von Rheden auf Hüpede, Gähren und Rheden. In dieser Ehe wurde ihm eine Tochter den 26. August 1649 und ein Sohn Christian Ludwig den 1. August 1651 geboren, welcher bei des Vaters Tode noch am Leben war.\nEr selbst besaß ein Gut Ahlum, wahrscheinlich Ahlem im Amte Blumenau im Fürstenthume Kalenberg. Über den Erwerb dieses Gutes und die Zeit, in welcher es in fremde Hände überging, sind keine Nachrichten vorhanden. Im Jahre 1678 waren zwischen ihm und den Bülowschen Erben Irrungen über die Nachfolge in das Gut Gothenstadt entstanden. Dies ergibt sich aus einer Intercessionsschrift des Churfürsten Johann Georg II. an den Herzog Georg Wilhelm zu Braunschweig vom 8. März 1676. (103) Von dem Erfolge dieses Schrittes findet sich keine Kunde verzeichnet. Seine Gattin starb den 25. Oktober 1683. ( Er selbst schied am 3. August 1688 im 89. Jahre zu Dresden aus diesem Leben und wurde den 17. August darauf in der Sophienkirche daselbst beigesetzt.(105) Das prachtvolle Epitaphium, welches ihm dort errichtet wurde, ist in treuer Abbildung auf unsre Zeit gekommen und im Geschlechtsarchive aufbewahrt.\n(102) Gauhe : Adelslexik. Bd. 35., S. 724 ff. Gauhe ?. a. ?.\n(103) DA. Abthlg. IIl Genealogica s. v. SCIIÖNBERG. \n(l04) Er hatte mit derselben einen Geradekauf den 17. November. 1677 abgeschlossen. Als Rechtsbeistand war seiner Gemahlin der Justizrath Fuhrmann zu Merseburg bestellt worden. DA. Landesregierungs - Vormundschaftsco?. 1670—77. S. 327 b. und Genealogica vol. VIII.\n(105) Die Nachrichten über sein Leben sind meist der Leichenpredigt entnommen, welche der Doctor Carpzow zu Dresden gehalten und in den Druck gegeben hat.\n\nQuelle: Albert Fraustadt : Geschichte des Geschlechtes von Schönberg Meissnischen Stammes, Band 1 Seite 471-472 von Schönberg (246) Andreas (I2196)
 
43 Anhalt
Caspar Abraham von Schönberg (1637–1703) aus der Linie Frauenstein des Purschensteiner Hauptastes, der bereits als Kanzler des Fürstentums Sachsen-Weißenfels vorgestellt wurde, stand über viele Jahre im Dienst der Fürsten von Anhalt-Zerbst. Die Anstellung erfolgte auf Empfehlung seines Schwagers Christian von Loß. Der Hofrichter und Amtshauptmann zu Wittenberg nahm den Bruder seiner Ehefrau Catharina Sybilla von Schönberg auf eine Dienstreise nach Zerbst mit, wo Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621–1667) den Studenten der Universität Wittenberg kennenlernte und als Hofjunker verpflichtete. 1663 schickte ihn der Fürst auf eine diplomatische Mission nach Kopenhagen. Nach seiner Rückkehr wurde er Kammerjunker der Fürsten Sophie Auguste (1630–1680), einer geborenen Prinzessin von Schleswig-Holstein-Gottorf. Als 1667 Johann VI. von Anhalt–Zerbst starb, wurde Caspar Abraham von Schönberg zum Rat und Hofmeister der verwitweten Fürstin von Anhalt-Zerbst berufen, die ihre Witwenresidenz im Schloss Coswig/Anhalt einrichtete. 1669 unternahm er eine Kavalierstour durch die Niederlande, Brabant, Flandern, England, Frankreich und die Schweiz. 1671 erhielt er den Auftrag, die Prinzen Anton (1653–1714) und Johann Adolf (1654–1726) nach Frankreich zu begleiten. Nach Aufenthalten in Paris und Lyon, die dem Erlernen der französischen Sprache dienten, besuchte die Reisegesellschaft Italien und Süddeutschland. Fürst Carl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (1652–1718), der 1674 die Regierung antrat, ernannte Caspar Abraham von Schönberg zum Hof- und Regierungsrat und 1678 zum Präsidenten des Konsistoriums. Der Beamte hatte nicht nur mit dem laufenden Dienstgeschäft der obersten Kirchenbehörde in Anhalt-Zerbst zu tun, sondern führte auch die Außenpolitik des kleinen Fürstentums. Wiederholt reiste er nach Kopenhagen, Dresden und Berlin, um mit König Christian V. von Dänemark (1646–1699), Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641–1695), den Kurfürsten Johann Georg II. und Johann Georg III. von Sachsen sowie Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620–1688) über politische Fragen zu verhandeln. 1685 bat Caspar Abraham von Schönberg nach 25 Jahren Hofdienst um seine Entlassung. 1689 bis 1695 war er Kanzler des Fürstentums Sachsen-Weißenfels. 
von Schönberg (434) Caspar Abraham, Sachs.-Weißenfels. Canzler, (I2608)
 
44 Anmerkung: Luthers Frau Katharina von Bora wurde am 29.1.1499 auf dem Gutshof zu Lippendof bei Borna geboren als Tochter des Hans von Bora. Ihre Mutter Katharina war nach einer späteren, aber in diesem Punkte wohl glaubwürdigen Nachricht eine geb. von Haubitz die frühzeitig starb. Dann würde Hans von Boras 2. Gattin (1505) Anna von Haugwitz gewesen sein. (nach Euler) vgl. Ernst Kroker "Katharina von Bora"  von Bora Katharina (I442)
 
45 Anna (Eleonore) Helena von Gersdorf a.d.H. Kodersdorf, geboren am 13. Februar 1645, wurde am 11. März 1666 seine erste Frau, sie starb infolge der Geburt ihres 12. Kindes, eines Sohnes 3 Tage nach dessen Geburt am 25. September 1681 nachmittags um 3 Uhr im Alter von 36 2/3 Jahren, 3 Wochen, 1 Tag und 10 Stunden. Sie wurde gemeinsam mit dem kleinen Sohn begraben. Im Laufe ihrer Ehe hatte sie 5 Söhne und 7 Töchter geboren. Sie war schon einige Tage vor der Geburt erkrankt, sie hatte die so genannte Rose im Gesicht, eine nicht eindeutig zu klärende Krankheit es könnte eine Hautrötung oder Hautentzündung oder auch eine Gesichtsrose gewesen sein, die mit großen Schmerzen verbunden war. Dadurch begannen die Geburtswehen am 22. September früher und das Kind war sehr schwach und starb schon am 24. September nach der Nottaufe. Nach dem Tod ihres Vaters Melchior Abraham von Gersdorf auf Kodersdorf erbte sie 2.500 Taler. 1672 verkaufte sie mit ihren Schwestern das mütterliche Gut Mittel Horka für 5.056 Reichstaler. 2000 Taler und 100 Taler Schlüsselgeld wurden sofort bezahlt, der Rest in 5 Halbjahresraten von je 526 Talern. von Gersdorff Anna (Elenore) Helena (I210)
 
46 Anton (135) \n* 20.12.1521 Pietzschwitz\nauf Leuteritz 1559-1563\nPietzschwitz Amt Stolpen 1561\nHaus in Dresden Brüdergasse 1567\nKurfürstlicher Rat von Schönberg (135) Anton (I1595)
 
47 Anton (248), Tochter 5 Sophia Margaretha, * Mittelfrohna 11.8.1632¹, + Reichenbach 8.1.1675¹, oo Reichenbach 2.9.1652¹ Friedrich Metzsch (auf Reichenbach und Friesen, kurf. Obersteuereinnehmer im Vogtland, * 16.11.1626², + 4.4.1687²). [¹ Leichenpredigt von 1675 auf die Ehefrau = „Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig“ (1976-1990) Nr. 5929; ² BÖHM "Chronik der Stadt Lengenfeld im Vogtland" 1935 S.78 Nr.45 (Stammtafel Metzsch)] von Schönberg Sophia Margaretha (I2213)
 
48 Anton (248), Tochter 5 Sophia Margaretha, * Mittelfrohna 11.8.1632¹, + Reichenbach 8.1.1675¹, oo Reichenbach 2.9.1652¹ Friedrich Metzsch (auf Reichenbach und Friesen, kurf. Obersteuereinnehmer im Vogtland, * 16.11.1626², + 4.4.1687²). [¹ Leichenpredigt von 1675 auf die Ehefrau = „Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig“ (1976-1990) Nr. 5929; ² BÖHM "Chronik der Stadt Lengenfeld im Vogtland" 1935 S.78 Nr.45 (Stammtafel Metzsch)] Metzsch Friedrich (I2214)
 
49 Anton (370), Tochter 42 Johanna Mariana, oo Johann Georg (III) Freiherr von Taube (geb. 1705¹, gest. 1741¹; Sohn von Johann Georg II). [¹ Jochen Voigt "Das Epitaph des Johann Georg II. von Taube" Schloßbergmuseum Chemnitz 1996 Begleitheft S.20] von Taube Johann Georg (I2250)
 
50 Anton (74), Joachjm's (67) ältester Sohn, hatte Zwönitz besessen und war 1601 oder 1602 verstorben, ohne dass von seinen näheren Lebensverhältnissen eine Kunde auf unsere Zeit gekommen ist. Da er keine lehnsfähigen Nachkommen hatte, so fiel Zwönitz an seinen einzigen Bruder: Joachim ??? Schönberg (75). Derselbe empfing am 10. Februar 1602 die Lehen über Zwönitz, das Dorf sammt dem Maunlehngute daselbst, vom Churfürsten Christian II., welcher zugleich im Namen seiner Brüder, der Herzöge Johann Georg und August, versprach, er wolle weder den Von Schönberg und seine Erben, noch dessen arme Leute mit Steuern, Vorbot oder Auflegungen bedrängen, beschweren oder belasten lassen.ils Eben so empfing er am\n\n12. December 1612 zu Dresden von dem Churfürsten Johann Georg die (iüter, den Thnm und Oberndorf, als Mannlehen, aber ein Lehnbrief über das Gut Gelenau mit der Hälfte des Dorfes fehlt aus jener Zeit. Joachim scheint ein sehr eingezogenes Leben geführt zu haben, wenigstens wird er sonst nirgends erwähnt, auch kennen wir den Namen seiner Gattin nicht. Im Jahre 1627 scheint er verstorben zu sein, denn seine beiden Söhne, Heinrich Joachim und Hans Georg, theilten sich in die väterlichen Lehngüter. von Schönberg (163) Anton (I1899)
 

      1 2 3 4 5 ... Vorwärts»