von Schönberg (229) Kaspar[1]

männlich 1570 - 1629  (59 Jahre)


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  • Name von Schönberg (229) Kaspar 
    Geboren 13 Apr 1570  Schönau Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 9 Jun 1629  Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I1696  My Genealogy
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mrz 2016 

    Vater von Schönberg (165) Hans Wolf (der Ältere),   geb. 4 Mai 1539, Belzig ? Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 8 Dez 1603  (Alter 64 Jahre) 
    Mutter von Carlowitz Ursula,   geb. 1545,   gest. 25 Aug 1618, Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 73 Jahre) 
    Verheiratet 1563 
    Familien-Kennung F713  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie von Haugwitz Agnes,   geb. 1587,   gest. 9 Dez 1640, Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 53 Jahre)  [1
    Verheiratet 10 Sep 1605  Pulsnitz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mrz 2016 
    Familien-Kennung F717  Familienblatt  |  Familientafel

  • Notizen 
    • Caspar von Schönberg (101), der zweite Sohn des Obersten Hans Wolf, war den 13. April 1570 zu Schönau geboren und mit seinem älteren Bruder im Gersdorfschen Hause zu Gutenborn erzogen worden.35 Im Jahre 1587 bezog er die Universität Leipzig und hat nach dem Zeugnisse des Ordinarius Dr. Romanus zu den fleissigsten Zöglingen jener Hochschule gehört.3G Hierauf hat er seine Studien in Strassburg fortgesetzt und ist 1590 zu seiner ferneren Ausbildung nach Italien gereist, wo er sich längere Zeit aufgehalten hat. Ein ganzes Jahr soll er auf der Insel Malta zugebracht haben, und da von ihm keine Nachricht an seine Eltern gelangt ist, so haben ihn dieselben für todt gehalten. Später hat er Frankreich besucht und jedenfalls im Hause seines Oheims, des Feldmarschalls Caspar Von Schonberg, freundliche Aufnahme gefunden. Nach seiner Heimkehr wurde er sogleich in den Staatsdienst berufen und zunächst 1599 als Assessor beim Oberhoi gerieh te zu Leipzig angestellt. Im Jahre 1601 erfolgte seine Ernennung zum Hofrathe bei der Regierung in Dresden, 1604 beförderte ihn der Churfürst Christian H. zum geheimen Rathe und übertrug ihm am 26. Juli desselben Jahres das Amt eines Präsidenten bei dem neu errichteten Appellations gerichte (dem jetzigen Oberappellationsgerichte). Da ihm bald darauf auch die Direction des geheimen Raths anvertraut wurde,37 so verwaltete er von dieser Zeit an bis an sein Ende die wichtigsten Aemter im Churfürstenthume und stand bei seinen Zeitgenossen in der höchsten Achtung, weil er seine schweren Berufspñichten mit der treuesten Hingebung erfüllte. Die Zeit, in welche die Wirksamkeit dieses hochbegabten und für seinen Beruf tüchtig vorgebildeten Mannes fiel, war für Sachsen und ganz Deutschland verhängnissvoll, denn durch die Sonderbestrebungen der einzelnen Stände, welche sich, in zwei Lager vertheilt, feindselig gegenüber standen, hatte der Reichsverband sich seiner Auflösung genähert. Dem sächsischen Churhause war die grosse Aufgabe zugefallen, treu für die Wahrung der Reichsverfassung einzutreten, ohne dem eigenen Glaubensbekenntnisse das Geringste zu vergeben, da aber die beiden Bündnisse, die calvinistische Union und die katholische Liga, die Glaubensfrage mit in den Kampf hinein gezogen hatten, so war es für einen neutralen Stand des Reiches schwer geworden, sich unbedingt an eine der beiden feindlichen Parteien anzuschliessen. So wurde der Dresdner Hof seinen alten Bundesgenossen entfremdet und in eine vereinzelte Stellung gedrängt, in welcher es galt, die damals noch unentschiedenen Stände in einem Bunde zu vereinigen, welcher für den Schutz der Reichsverfassung und die Aufrechterhal tung des Religionsfriedens eintrat. Diese Aufgabe hat sich Caspar Von Schönberg gestellt und ihrer Lösung seine volle Kraft zugewendet. Waren die beiden Fürsten, welchen er diente, auch keine hervorragenden Männer, so hielten sie doch in der Zeit der widerlichsten Umtriebe an dem Grundsatze ihres geheimen Rathes unerschütterlich fest. Es war ein Unglück für Deutschland, dass diese redlichen Grundsätze nicht zur allgemeinen Anerkennung gekommen sind, denn in diesem Falle wäre sicher das Elend des dreissigjährigen Krieges nicht über unsere Vorfahren gekommen. Der jülichsche Erbfolgestreit, welcher das sächsische Fürstenhaus sehr nahe berührte, trug wesentlich zu der Vermehrung der bereits

  • Quellen 
    1. [S40] Schönberg5OberschönauLausitz.ged, Ulrich Rauh \nSonnenleite 5\nDresden\n01324\n0351 2685134.