von Schönberg (246) Andreas[1]

männlich 1600 - 1688  (88 Jahre)


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  • Name von Schönberg (246) Andreas 
    Geboren 22 Feb 1600  Schloss Wolkenstein Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 3 Aug 1688  Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2196  My Genealogy
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mrz 2016 

    Vater von Schönberg (176) Christoph,   geb. 1554,   gest. 4 Okt 1608, Dresden, Sophienkirche Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 54 Jahre) 
    Mutter von Schönberg Anna,   geb. 1564,   gest. 1588, Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 24 Jahre) 
    Verheiratet 1588  Schloss Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Familien-Kennung F897  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie von Rheden Anna Magdalena,   geb. 19 Jun 1619, Steuerwaldt bei Hildesheim Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 5 Okt 1683, Dresden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 64 Jahre)  [1
    Verheiratet 16 Feb 1643  Braunschweig Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kinder 
     1. von Schönberg Anna Catarina,   geb. um 1643,   gest. Apr 1648, Grabstein Heyersum Hildesheim Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 5 Jahre)
     2. von Schönberg Hans Jacob,   geb. um 1646,   gest. Apr 1648, Grabstein Heyersum, Hildesheim Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 2 Jahre)
     3. von Schönberg N (Tochter),   geb. 26 Aug 1649
     4. von Schönberg (304) Christian Ludwig,   geb. 22 Jun 1651, Gotha (oder 1.8.1651) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 31 Dez 1699, Münden an der Weser Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 48 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mrz 2016 
    Familien-Kennung F906  Familienblatt  |  Familientafel

  • Notizen 
    • Andreas von Schönberg (136),\ndes Berghauptmanns Christoph (176) jüngster Sohn, überlebte die sämtlichen männlichen Nachkommen des Oberhauptmanns Wolf und pflanzte den Neusorgaer Zweig seines Geschlechts noch auf eine kurze Zeit fort. Er war den 22. Februar 1600 auf dem Schlosse Wolkenstein geboren und hat nach dem Tode seines Vaters sich noch 3 Jahr bei seiner Mutter in Freiberg aufgehalten. Im Jahre 1613 nahm ihn sein Oheim WOLF GEORG VON SCHÖNBERG auf Pulsnitz und Braunau zu sich, aber 1615 begab er sich nach Leipzig in das Haus des dortigen Vierhofrichters Heinrich Hildebrand von Einsiedel auf Scharfenstein, welchem er als Page diente. Die Neigung zum Kriegsdienste bestimmte ihn, sich nach Frankreich zu begeben, um unter der Aufsicht seines berühmten Verwandten sich hierzu auszubilden. Der Churfürst Johann Georg I. fertigte ihm den 26. Juni 1618 einen Empfehlungsbrief an den König Ludwig XIII. aus, in welchem er sagt, Andreas stamme aus der edeln und ausgezeichneten Familie der Schönberge und wünsche sich in fremden Ländern auszubilden und das glänzende Reich des Königs kennen zu lernen. \nDie Abschrift des churfürstlichen Schreibens im Geschlechtsarchive Cap. 1, nr. 23 nach einer Urkunde im DA. lautet:\nDer Marschall Heinrich lies zuerst seinen jungen Verwandten 8 Monate lang als Musketier im Kistell zu Amiens dienen und nahm ihn sodann in das Leibregiment des Königs auf. Im Jahre l620 kehrte er in die Heimat zurück und wurde vom Churfürsten als Hofjunker und Truchsess angenommen, wohnte auch dem Feldzuge in der Lausitz als Freiwilliger bei und wurde hier der Leibcompagnie der Kürassiere mit 3 Pferden zugeordnet. Mit Genehmigung des Churfürsten trat er hierauf im Jahre 1623 um sich weiter auszubilden, in das Regiment ein, welches der niedersächsische Kreis durch den Obersten Helfersen anwerben liess und wurde Fähnrich in der Compagnie des Hauptmanns Haubold von Starschedel. Nach Auflösung dieses Regiments im Jahre l624 nahm er Hofdienste bei dem Markgrafen Friedrich zu Baden-Durlach, als jedoch der Krieg wieder ausbrach, folgte er seiner Neigung und begab sich 1620 nach Niedersachsen, um dem König Christian IV. von Dänemark seine Dienste anzubieten. Obgleich er auf dem Wege dahin die Nachricht von der Niederlage des dänischen Heeres bei Lutter am Barenberge empfing, so blieb er doch seinem Vorsatze treu und schloss sich in Holstein als Freiwilliger dem Heere des Königs an, wurde l628 Wachtmeister-Lieutenant in Glückstadt und wohnte dem glücklichen Ausfalle bei, in welchem der kaiserliche General-Lieutenant Graf Hannibal von Schaumburg gefangen wurde. Nach Abschluss des Friedens begab er sich 1629 als Capitän-Lieutenant in niederländische Dienste, war mit bei der Eroberung von Herzogenbusch, erhielt eine Compagnie 1631 und war bei der Einnahme von Mastricht 1632 mit tätig. Im Jahre 1633 hatte er die Absicht, bei den Schweden Dienste zu nehmen, wurde aber von dem Herzoge Georg zu Braunschweig und Lüneburg bestimmt, 1634 als Oberstwachtmeister in sein Leibregiment zu Pferd zu treten, wurde hier 1640 Oberstlieutenant, 1643 zugleich Commandant von Hannover und erhielt 1646 als Oberst die Oberinspection über die gesammte Infanterie. Diese Auszeichnungen hatte er sich durch große Tapferkeit und Umsicht erworben, so dass er auch seine Meinung bei allen Beratschlagungen über Kriegsunternehmen abgeben musste. Er war gefährlich verwundet worden, hatte großen Anteil an der gelungenen Verteidigung von Göttingen und wurde Commandant von Celle. Daneben wurden ihm nach dem Abschlusse des Friedens von seinem Fürsten viele ehrenvolle Aufträge und Vertrauensämter gegeben. Im Jahre 1658 erhielt er den Rang eines Oberhauptmanns, als aber sein Gönner der Herzog Christian Ludwig 1665 verstorben war, trat SCHÖNBERG in die Dienste des Herzogs August von Braunschweig-Wolfenbüttel als Kriegsrat und Commandant von Wolfenbüttel, empfing auch 1674 zugleich das Oberkommando von Braunschweig. Als er das Jahr darauf seine Verwandten in Sachsen besuchte, forderte ihn der Churfürst Johann Georg II. auf, in seine Dienste zu treten, und obgleich der Herzog von Braunschweig sich alle erdenkliche Mühe gab, diesen verdienstvollen Mann seinem Lande zu erhalten, so war doch SCHÖNBERG fest entschlossen, trotz seines vorgeschrittenen Alters der Heimat seine letzte Kraft zu weihen. Hier erhielt er im Anfange des Jahres 1676 die Bestallung als Generalwachtmeister der Infanterie und Kriegsrat, (101) wurde noch im Laufe desselben Jahres als Oberkommandant zu Dresden und Königstein angestellt und erhielt den Oberbefehl über die deutsche Leibwache des Churfürsten. Zuletzt wurde er noch ohne sein Ansuchen zum Geheimen Rath und Kammerherrn ernannt, legte aber im Jahre 1685 seines hohen Alters wegen alle diese Aemter nieder. ANDREAS VON SCHÖNBERG hatte nicht allein durch heldenmütige Tapferkeit, sondern auch durch große Einsicht und Erfahrung im Kriegswesen seinen Ruhm erlangt. Die Heere, in welchen er den Oberbefehl führte, verdanken ihm viele vortreffliche Einrichtungen.\n(101) DA. Bestallung vom 5. März 1676. III. Abthlg. Genealog. s. v. SCHÖNBERG. \nDen 16. Februar 1643 hatte er sich zu Braunschweig mit Fräulein Anna Magdalena von Rheden vermählt. Sie war die hinterlassene einzige Tochter des geheimen Rathes und Hofmarschalls zu Wolfenbüttel, Erichs von Rheden auf Hüpede, Gähren und Rheden. In dieser Ehe wurde ihm eine Tochter den 26. August 1649 und ein Sohn Christian Ludwig den 1. August 1651 geboren, welcher bei des Vaters Tode noch am Leben war.\nEr selbst besaß ein Gut Ahlum, wahrscheinlich Ahlem im Amte Blumenau im Fürstenthume Kalenberg. Über den Erwerb dieses Gutes und die Zeit, in welcher es in fremde Hände überging, sind keine Nachrichten vorhanden. Im Jahre 1678 waren zwischen ihm und den Bülowschen Erben Irrungen über die Nachfolge in das Gut Gothenstadt entstanden. Dies ergibt sich aus einer Intercessionsschrift des Churfürsten Johann Georg II. an den Herzog Georg Wilhelm zu Braunschweig vom 8. März 1676. (103) Von dem Erfolge dieses Schrittes findet sich keine Kunde verzeichnet. Seine Gattin starb den 25. Oktober 1683. ( Er selbst schied am 3. August 1688 im 89. Jahre zu Dresden aus diesem Leben und wurde den 17. August darauf in der Sophienkirche daselbst beigesetzt.(105) Das prachtvolle Epitaphium, welches ihm dort errichtet wurde, ist in treuer Abbildung auf unsre Zeit gekommen und im Geschlechtsarchive aufbewahrt.\n(102) Gauhe : Adelslexik. Bd. 35., S. 724 ff. Gauhe ?. a. ?.\n(103) DA. Abthlg. IIl Genealogica s. v. SCIIÖNBERG. \n(l04) Er hatte mit derselben einen Geradekauf den 17. November. 1677 abgeschlossen. Als Rechtsbeistand war seiner Gemahlin der Justizrath Fuhrmann zu Merseburg bestellt worden. DA. Landesregierungs - Vormundschaftsco?. 1670—77. S. 327 b. und Genealogica vol. VIII.\n(105) Die Nachrichten über sein Leben sind meist der Leichenpredigt entnommen, welche der Doctor Carpzow zu Dresden gehalten und in den Druck gegeben hat.\n\nQuelle: Albert Fraustadt : Geschichte des Geschlechtes von Schönberg Meissnischen Stammes, Band 1 Seite 471-472

  • Quellen 
    1. [S49] Schönberg13Neusorga.ged, Ulrich Rauh \nSonnenleite 5\nDresden\n01324\n0351 2685134.